Petra A. Bauer ist writingwoman. Die Krimi-Autorin, Jugendbuchautorin, Bloggerin und Journalistin aus Berlin ist immer auf der Suche nach spannenden neuen Aufträgen. Sie betreibt u.a. das preisgekrönte Gartenblog bauerngartenfee.de.

Petra A. Bauer

Als Mutter von vier Kindern hat sie sicherlich so einiges an ihren Muttertage erlebt. Wir fragten Petra:

1. Was hältst du vom Muttertag?

Nicht so furchtbar viel. Ich verbinde damit in erster Linie schlechtes Gewissen, weil meine Mutter offenbar mehr Wert darauf gelegt hatte als ich dachte (und als sie immer behauptet hat). Als ich mit 19 frisch ausgezogen war, hatte ich in meiner totalen Verliebtheit nicht mal an den Muttertag gedacht und war völlig entsetzt, als ich mit einem Mal eine in Tränen aufgelöste Mutter am Telefon hatte. Das hat mich, ehrlich gesagt, ein bisschen traumatisiert ;-)
Ich bin immer noch der Meinung, dass Kinder ihren Müttern lieber rund ums Jahr zeigen sollten, dass sie sie lieb haben. Da muss man die Blumenindustrie nicht unbedingt an einem bestimmten Tag (an dem die Blumen teurer sind als sonst) unterstützen. Aber für alle, die räumlich weit getrennt sind, ist es immerhin ein Tag, den man zum Anlass nehmen kann, doch mal etwas gemeinsam zu unternehmen. Weihnachten im Frühling sozusagen, nur ohne die Geschenkeflut.

2. Was hast du deiner Mutter zum Muttertag geschenkt? Wird auch deine Schwiegermutter beschenkt?

Als Kind habe ich meine Mutter mit Selbstgebasteltem beschenkt, später gab es Blumen. Nicht sehr kreativ, ich weiß, v.a. wenn man sieht, was ich oben geschrieben habe. Aber es war auch nicht so einfach, meiner Mutter etwas zu schenken. Einmal bekam sie von uns Eintrittskarten für eine Bauchtanzshow ihrer Enkelin, die am anderen Ende der Stadt einen Auftritt hatte. Sie warf einen Blick darauf und gab uns die Karten zurück mit der Bemerkung: “Danke, lieb von euch, aber nach 20:00 Uhr gehe ich grundsätzlich nicht mehr aus dem Haus.” Danach gab es wieder nur Blumen ;-)

Meine Schwiegermutter ist seit fast 25 Jahren tot, und ich kann mich beim besten Willen nicht mehr daran erinnern, ob wir sie vorher amMuttertag besucht haben, oder ob mein Mann ihr etwas geschenkt hat.

3. Was bekommst du zum Muttertag geschenkt?

Als die Kinder klein waren, bekam ich Bilder gemalt, oder Dinge, die in der Schule für die Mütter gebastelt wurden. Zum Beispiel ein pinkfarbener Regenschirm, auf dem unser Ältester in Schwarz und Weiß seine Handabdrücke verewigt hatte. Leider lag der Schirm an dem Tag im Auto, als selbiges geklaut wurde :-( Heute bekomme ich auch Blumen, herzförmige Brötchen und liebevoll selbst gebackenen Kuchen. Und von meinem Mann bestimmt diese genialen “Truffes du jour” von Sprüngli, die er aus der Schweiz mitbringt. 1.000 Kalorien pro Stück. Mindestens ;-)

4. Wie sieht der perfekte Muttertag von morgens bis abends aus?

Es sind alle Kinder und mein Mann zu Hause, aber sie lassen mich erstmal ausschlafen (das tun sie sowieso immer; ich habe eine sehr liebe Familie, die weiß, dass ich morgens zu nichts zu gebrauchen bin). Dann möchte ich einen “Wachwerde-Tee” ans Bett. Wenn ich den ausgetrunken habe, ein langes, gemütliches Frühstück. Am liebsten im Garten oder auch auf der Terrasse eines Restaurants direkt an der Havel, das wir im letzten Jahr entdeckt haben. Dann würde ich gerne einen Ausflug irgendwohin machen, weil das zu kurz kommt, seit die Kinder älter sind. Zum Abschluss dann abends schick mit der ganzen Familie essen gehen oder mich von unserer großen Tochter bekochen lassen, was sie ohnehin sehr gerne tut. Und das alles am liebsten, ohne dass die Kinder sich streiten *g* Das können sie nämlich auch im Alter von 14 bis 22 noch sehr gut.

5. Wo sind deine Kinder gerade?

Der Älteste (22) ist im Krankenhaus. Dort macht er vormittags ein Praktikum, das Bestandteil seiner Physiotherapeuten-Ausbildung ist. Unsere große Tochter (19) ist gerade im Auto unterwegs zu ihrer Mathe-Abiklausur. Meine guten Wünsche begleiten sie, denn das ist für sie der Horror schlechthin. Danach nur noch eine Prüfung, dann hat sie das Abi endlich geschafft und kann sich endlich dem widmen, was sie gerne tut, zum Beispiel fotografieren und kochen. Mein 16-Jähriger und die “Kleine” (14) sind in der Schule und ärgern die Lehrer *g*

Ich werde jetzt ein paar Fotos für http://www.bauerngartenfee.de machen und mich dann meiner Arbeit widmen, bevor ich mit Kind 4 zum Kieferorthopäden muss.

Aktuell schreibe ich an einem Manuskript, das man im weitesten Sinne dem Genre “Urban Fantasy” zuordnen kann. Der Plot war ziemlich kompliziert, weil es unterschiedliche Ebenen zu verknüpfen galt, aber das Problem habe ich gestern gelöst und nun kann ich neben dem eigentlichen Schreiben auch an die detaillierte Szenenplanung gehen. Wie ich arbeite, darüber berichte ich in meinem Autorenblog und auf meinem YouTube-Kanal http://www.youtube.com/writingwoman). Wer sich für meine Bücher interessiert, die sind unter http://www.autorin.writingwoman.de zu finden.

HOMEPAGE: http://www.writingwoman.de
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# Link | Melody | Dieser Artikel erschien am Donnerstag, 31. Mai 2012 um 14:46 Uhr in Interviews rund um den Muttertag | 8011 Aufrufe | 0 Kommentare | Kommentare per RSS-Feed abonnieren

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