Ein Großteil der erwachsenen „Kinder“ kann aus den unterschiedlichsten Gründen nicht persönlich zum Muttertag gratulieren: Meist ist es der Beruf, der sie weit fort von zu Hause fortgeführt hat.

Dann lohnt sich die Heimfahrt für ein Wochenende nicht, auch nicht, wenn an diesem Wochenende Muttertag ist. Das heißt aber nicht, dass sie automatisch von ihren Muttertagspflichten entbunden sind:

Ein Brief oder ein Blumengruß, der am richtigen Tag oder einen Tag vorher ankommt, sind nette Gesten und erfreuen im Normalfall jede Mutter. So kann man auch aus der Ferne zeigen, dass man sie nicht vergessen hat und sich Gedanken macht. Ein Telefonat, und sei es auch kurz, gehört am Muttertag dazu. Auch, wenn der Familiensegen eigentlich schiefhängt – zumindest, wenn man daran interessiert ist, ihn irgendwann wieder gerade auszurichten.

Muttertagsgrüße trotz schwierigem Verhältnis?

In vielen Familien kommt es vor, dass aus irgendwelchen Gründen der Kontakt zwischen den Familienmitgliedern abgerissen ist oder dass extreme Streitigkeiten auftreten, wenn man sich begegnet. Besonders im Fall der eigenen Mutter ist es besonders schwierig, Abstand zu gewinnen – man hat schließlich nur eine Mutter, mit der man lange Zeit sehr eng verbunden war.
Über den eigenen Schatten zu springen ist das Schwierige an dieser Situation, auch und besonders am Ehrentag der Mütter. An diesem Tag ist es fast eine Pflichtübung, der eigenen Mutter zu gedenken und sie zu ehren. Das kann natürlich auch eine gute Gelegenheit sein, den ersten Schritt einer Wiederannäherung zu wagen.

Ein kurzer schlichter Gruß reicht aus

Um einen ersten Versuch zu wagen, ist ein schlichter (fast sachlicher) Gruß zum Muttertag bestens geeignet. Lange Begleittexte braucht es dabei nicht unbedingt, ganz im Gegenteil ist der Muttertag der falsche Kalendertag für eine gründliche Aufarbeitung der Familiengeschichten. Wer stattdessen auf einen schlichten Gruß setzt, kann wenigstens ein Zeichen setzen, nämlich dass er noch an seine Mutter denkt.

Vielleicht kann auch sie dann über ihren Schatten springen und wieder einen Schritt auf ihr Kind zugehen. Natürlich das niemand garantieren, aber wenn man sich eine Versöhnung wünscht, ist es einen Versuch wert.

# Link | Melody | Dieser Artikel erschien am Montag, 16. Juli 2012 um 13:01 Uhr in Über den Muttertag, Tipps und Anregungen | 6547 Aufrufe | 0 Kommentare | Kommentare per RSS-Feed abonnieren

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