Gerade zum Muttertag nehmen Blumen als Geschenke einen besonderen Stellenwert ein. Die meisten Blumen werden im Ausland gepflanzt, gepflegt, gepflückt und verpackt, bevor sie nach Deutschland gelangen.

Fair gehandelte BlumenNicht selten werden auf Blumenfarmen die Menschenrechte jedoch mit Füßen getreten. Zu geringe Löhne, soziale Ungerechtigkeit und kaum eine Chance der Arbeiter, sich gegen diese Missstände zu wehren – das ist die Realität im Blumenhandel. Da vergeht so manchem Kind, das seiner Mutter am Muttertag eine Freude bereiten will, die Lust auf den Blumenkauf. Es geht aber auch anders – und zwar mit fair gehandelten Blumen.

Zwei wichtige Labels

Im Blumenhandel gibt es zwei wichtige Labels für fair gehandelte Blumen. Das Fairtrade-Siegel, welches vom TransFair e.V. vergeben wird auf der einen Seite und das FLP, das Flower Label Program. Beide haben in etwa die gleichen Ziele.

In erster Linie gilt es, die Arbeitsbedingungen für die Arbeiter auf den riesigen Blumenfarmen zu verbessern. Das Siegel erhalten nur Farmen, bei denen angemessene und faire Löhne an die Arbeiter ausgezahlt werden. Zuschläge durch Fairtrade sind zudem durch ein Komitee aus Arbeitern und Management gemeinsam zu verwalten. Zusätzlich müssen die Blumenfarmen es erlauben, dass die Arbeiter einer Gewerkschaft beitreten oder eine eigene unabhängige Vertretung der Beschäftigten auf einer Plantage ins Leben rufen.

Zwangsarbeit und illegale Kinderarbeit darf auf einer Plantage, die mit dem Fairtrade Siegel oder dem FLP Siegel ausgestattet werden will, grundsätzlich nicht zu finden sein. Mindeststandards für den Gesundheits- und Umweltschutz müssen erfüllt werden, jegliche Form von Diskriminierung ist auszuschließen und Management und Verwaltung müssen transparent arbeiten.

Wo gibt es fair gehandelte Blumen?

Fair gehandelte Blumen führen heute viele Blumenhändler und Online-Shops. So gibt es sie bei Blume 2000, bei Blumenpapa, einem österreichischen Blumenhändler, bei Floraprima oder bei Jollyflowers, um nur einige zu nennen. Da aber täglich weitere Händler dazu kommen, sollten sich Kinder kurz vor der tatsächlichen Bestellung zum Muttertag nochmals informieren.

# Link | Melody | Dieser Artikel erschien am Samstag, 09. Juni 2012 um 18:19 Uhr in Über den Muttertag, Geschenke zum Muttertag | 5345 Aufrufe | 0 Kommentare | Kommentare per RSS-Feed abonnieren

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