Annette Lindstädt führt seit 2003 ein Doppelleben als Texterin für Web, Werbung und Corporate Publishing und als E-Learning-Autorin.

Annette Lindstädt

Sie ist Mutter einer aufgeweckten Viereinhalbjährigen und lebt in Heidelberg, das sie trotz Kitschalarm recht lebenswert findet. Abseits der ernsthaften Schreiberei für Unternehmen und Agenturen produziert sie am liebsten Kolumnen – wovon die meisten in ihrem Blog zu lesen sind. Zuweilen wechselt sie die Perspektive und schreibt im Blog ihres Airedaleterriers McCoy, denn erst aus Terriersicht zeigt sich die Welt von ihrer rauhaarigen Seite.

1. Was hältst du vom Muttertag?

Nicht so viel. Als Kind habe ich das Spiel mitgespielt, mit meinem Vater zusammen meiner Mutter das Frühstück ans Bett gebracht, Herzchen gebastelt und so. Irgendwann in der Pubertät habe ich begonnen, den zu Tag ignorieren, was meine Mutter sicher nicht so toll fand. Ich hatte immer schon eine Abneigung gegen institutionalisierte Feiertage und trug die ganz gern vor mir her. Vielleicht ändere ich das so langsam mal, denn aus dem Revoluzzerinnenalter bin ich ja jetzt auch irgendwie raus.

2. Was schenkst du zum Muttertag und warum?

Siehe oben: Als Kind habe ich Gebasteltes verschenkt, später Blumen und irgendwann nichts mehr. Mir gefällt eigentlich der Gedanke besser, meiner Mutter an meinem Geburtstag etwas zu schenken, schließlich hatte sie an dem Tag echt zu tun. Und danach erst! Ich nehme mir das für meinen nächsten Geburtstag fest vor bzw. werde es mir mit ein paar Tagen Vorwarnzeit in den Kalender eintragen, denn im Vergessen solcher Dinge bin ich ganz groß.

3. Was bekommst du zum Muttertag geschenkt?

Bei mir ist das ja alles noch ein bisschen frisch mit der Mutterschaft. So bekam ich mein erstes Geschenk vor drei Jahren, als die Betreuerinnen in der Kita aus den Fingerabdrücken meiner Süßen kleine Käfer gemalt und damit ein Lesezeichen gestaltet hatten. Das hat bei mir sehr gemischte Gefühle verursacht, spontan dachte ich: „Huch, jetzt isses also soweit! Ein Muttertagsgeschenk! Für mich?!“ Aber niedlich fand ich es schon, und Lesezeichen kann man ja immer brauchen. Letztes Jahr füllten die Kids dann im Kindergarten Fragebögen aus, die sich um ihre Mutter drehten. Meine damals Dreieinhalbjährige hat alle Fragen mit Quatsch beantwortet, wie etwa „Was macht Deine Mama am liebsten?“ – „Salat essen.“ Frage: „Wie groß ist Deine Mutter?“ – „83 Zentimeter“. Die einzige Frage, die das kleine Biest ernsthaft und wahrheitsgemäß beantwortete, war die nach meinem Alter, was mich beim Betreuungspersonal endgültig als späte Mutter enttarnte. Vermutlich habe ich es nicht anders verdient. Immerhin hat das Kind Humor.

4. Wie sieht der perfekte Muttertag aus?

Ganz ehrlich? Ein Tag nur für mich. Ausschlafen, eine ausgedehnte Runde mit dem Hund im Wald machen, abhängen, lesen, telefonieren und so. Zeit für mich haben. Und abends einen Weiberabend. Es heißt ja Muttertag und nicht Familientag ;-)

5. Wo ist dein Kind gerade?

Wir verdaddeln einen verregneten Wochenendtag: Der Hund döst, die Kleine spielt „irgendwas nirgendwas“, was bedeutet, dass sie absurde Rollenspiele spielt und sich mein Büro langsam mit den von ihr angeschleppten Sachen füllt. Ich sitze am Schreibtisch und mein Mann spielt Klavier dazu.

Annette Lindstädt

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# Link | Melody | Dieser Artikel erschien am Donnerstag, 31. Mai 2012 um 08:59 Uhr in Interviews rund um den Muttertag | 7139 Aufrufe | 0 Kommentare | Kommentare per RSS-Feed abonnieren

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